Impressionen 40-09

An dieser Stelle veröffentlichen wir Bilder aus dem aktuellen Lehrgang.

Regeln

Die Qualifikation zum Bootsführer der DLRG hat einen besonderen Stellenwert. Ber Bootsführer muss das Rettungsboot jederzeit sicher führen. Die Mannschaft muss sich auf seine Anweisungen verlassen können. Seine Entscheidungen sind richtungsweisend für den Verlauf des Einsatzes.

In der Bootsführerausbildung wollen wir auf bestimmte Werte hinweisen. Die Anwärter sollen darauf sensibilisiert werden, dass auch ihr Verhalten Einfluss auf viele Dinge im Einsatzdienst hat.

Sie sind Vorbilder für unsere jungen Rettungsschwimmer, aber auch für andere Wassersportler.

Seemännische Arbeiten

Am Knotenbrett werden die verschiedenen Knoten und Steke vorgeführt, erklärt und von den Anwärtern geübt. Nur wer die Knoten sicher beherrscht, die Fachbegriffe richtig zuordnen, und den Zweck des Knoten kennt, kann im Einsatzfall schnell handeln und erforderlichen falls hilfreiche Anweisungen geben.

Jeder Anwärter muss mindestens die folgenden Knoten fertigen können:

Achtknoten, Palstek, Webleinstek, Schotstek, Kreuzknoten, Stopperstek, Rohringstek

Ferner müssen das Belegen einer Klampe, eines Kreuz-/Doppelkreuzpollers sicher ausgeführt werden können. Auch das richtige Aufschießen einer Leine gehört dazu.

Im Lehrgang werden auch Materialkenntnisse gelehrt. Das Anlegen eines Takling wird geübt und die Verwendung verschiedener Spleiße wird demonstriert.

Zum Thema Seemännische Arbiten gehören auch wie Themen Yachtgebräuche und Vexillologie sowie das Randthema Heraldik (bezogen auf die Ausbildung).

Brandschutz - Löschübung

Beim Thema Brandschutz werden wir in jedem Lehrgang von Fachleuten unterwiesen. Die beiden Feuerwehrleute aus dem aktuellen Lehrgang sind Ausbilder bei der Berliner Feuerwehr und sind im Umgang mit Feuer die Profis.

Auch im Wasserrettungsdienst kommen wir häufig mit der Feuerwehr in Kontakt, sodass eine gemeinsame Ausbildung in bestimmten Fachbereichen sehr sinnvoll ist.

Im Rahmen des Bootsführerscheinlehrgangs hatten wir in diesem Jahr die Möglichkeit an einer Löschübung teilzunehmen. Übungsort war die Aus- und Fortbildungseinrichtung in der Schulzendorfer Straße in Berlin-Heiligensee.

Nach dem theoretischen Unterricht stand nun die praktische Arbeit auf dem Programm. Zunächst bestand die Aufgabe darin, eine brennende Person mit Hilfe einer Decke schnell zu löschen. Zu diesem Zweck wurde ein Phantom in brand gesetzt.

Es kostet schon ein wenig Überwindung so nah an einen brennenden Gegenstand zu gehen und gleichzeitig aufzupassen, dass man sich nicht selbst verbrennt. Aber durch die fachkundige Anleitung konnten alle das Übungsziel erreichen.

Als nächstes stand der sicherre Umgang mit einem Feuerlöscher auf dem Programm. Eine Feuerwanne mit einem Gemisch aus Benzin und Spiritus wurde angezündet.

Auch hierbei muss man sich stark überwinden so dicht an die große Flamme zu gehen. Aber mit wenigen Handgriffen ist das Feuer schnell aus.

Danach wurde uns demonstriert, was mit leeren Spraydosen im Feuer passiert. Die erste Dose explodierte bereits nach 5 Sekunden mit einem lauten Knall. Wie das wohl mit einer vollen Spraydose ausgeht?

Als Abschlußbonbon konnten wir mit einer Drehleiter in die Höhe fahren und die tolle Aussicht über Berlin genießen. Aus einer Höhe von rund 30 Metern hat man eine gute Sicht.

Insgesamt war die Löschübung ein voller Erfolg!

Löschboot in der Scharfen Lanke

Am 21.03.2009 erhielt der aktuelle BoFü-Lehrgang 40/2009 einen besonderen Besuch.

Über den Kontakte eines Lehrgangsteilnehmer, der Ausbilder an der Feuerwehrschule der Berliner Feuerwehr ist, zur Feuerwache Spandau-Süd konnte der Besuch vereinbart werden. Das Löschboot III der Berliner Feuerwehr legte pünktlich am Steg des Landesverbandes an der Scharfen Lanke an.

Den Teilnehmern des BoFü-Lehrganges bot sich die Gelegenheit, sich mal auf einem dieser recht großen roten Ungetüme um zu sehen, die bei Fahrt oft heftige Wellen erzeugen (müssen!). 

Die Besatzung des Löschbootes (2 Feuerwehrmänner) standen den Teilnehmern und anderen Besuchern an Bord Rede und Antwort.

In manchen Augen der Bord-Besucher war ein Funkeln bezüglich der, wenn auch teilweise antiquarischen Ausstattung und Bootstechnik, zu sehen.

Aber dennoch ist die Technik zu verlässig und unabdingbar.

Es war für alle Beteiligten eine große Erfahrung und Bereicherung für den eventuellen Einsatz im Zusammenarbeit mit den Löschbooten der Berliner Feuerwehr.

Aber nicht ohne ein Gruppenfoto auf dem Vorschiff gemacht zu haben und uns bei der Löschbootbesatzung ganz herzlich für ihre Bereitschaft uns die Möglichkeit das Löschboot einmal zu besichtigen, zu bedanken!

Praktisches Ausbildungswochenende

Das Ende der Bootsführerausbildung ist zum Greifen nah. Doch zuvor müssen die Anwärter zeigen, was sie in den vergangenen zwei Jahren in der praktischen Bootsführerausbildung im Einsatzdienst gelernt haben.

Das Highlight des Lehrgangs ist das praktische Ausbildungswochenende. Das Ausbildungsteam hat sich in diesem Jahr wieder einige besondere Ereingnisse ausgedacht.

Bevor es jedoch mit der eigentlichen Veranstaltung los geht, steht noch ein Lehrgangsteil auf dem Programm: Trailern. Um 9 Uhr begann die Ausbildung auf der Werft in Berlin-Köpenick. Zwei MRB´s , die auf dem Landweg dort hin verbracht wurden, müssen vom Trailer auf einen Slippwagen verladen werden. Unter fachkundiger anleitung waren die beiden Boote nach kurzer Zeit im Wasser.

Um 13 Uhr starteten wir zusammen mit Bootsführeranwärtern des ASB und Kameradinnen und Kameraden der DLRG Winsen, die mit eigenen Booten angereist waren. Zunächst erfolgten Fahrübungen auf Dahme und dem Langen See. Und plötzlich kamen die Alarmierungen zu den unterschiedlichsten Einsätzen. Jeder Anwärter musste nun sein Können unter Beweis stellen.

Die Einsätze zogen sich über weite Geässerstrecken bis in den Großen Zug und Seddinsee über den Oder-Spree-Kanal bis zurück in den Langen See und die Dahme. Das Team der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung unterstützte und dabei und sorgte für realitätsnahe Einsatzszenarien.

Am späten Abend waren alle geschafft. Doch es hat wie immer allen beteiligten sehr viel Spaß bereitet.

Prüfung

02. Mai 2009:

9 Bootsführeranwäterinnen und -anwärter und ein Ausbilderanwärter der Berliner Feuerwehr stellen sich um 9 Uhr auf dem Landesverband der Abschlußprüfung mit dem Ziel: der Bootsführerschein!

Die gesamte Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil, einem praktischen Motorenteil, der Seemannschaft und dem praktischen Fahren.

Die Nervosität der Teilnehmer ist auch bei den Ausbildern zu spüren.

Los geht es! Die Gruppe wird geteilt - die einen schreiben, die anderen fahren, danach wird gewechselt.

Heute muss das gesamte Wissen, welches die Ausbilder geduldig in den vergangenen vier Monaten vermittelt haben parat sein. Die Fahrfertigkeiten, die in den vergangenen zwei Jahren immer wieder geübt wurden mussen sitzen.

Am Ende des Tages konnten zunächst fast allen gratuliert werden zum bestandenen Bootsführerschein. Zwei treten die Nachprfung in einigen theoretischen Teilbereichen an und zwei (die heute verhindert waren) kommen zum Nachprüfungstermin.

Das Ausbildungsteam drückt dafür die Daumen! Allen anderen nochmal herzlichen Glückwunsch!