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13.07.2013 Samstag Geschafft: 100 neue Rettungsschwimmer für Berlin und Brandenburg!

Bevor wir vom heutigen Tag berichten noch ein Nachtrag zu gestern. Die Nachtwanderung der Teilnehmer entwickelte sich nämlich anders, als es sich viele der Teilnehmer gedacht haben. Unsere Erste-Hilfe-Ausbilder waren fleißig und haben sich für die Teilnehmer eine Übung ausgedacht. So galt es auf dem Wanderweg verschiedene Aufgaben zu lösen bzw. Situationen zu bewältigen. Zur „Sicherheit“ wurde den Teilnehmern beim Abmarsch auch eine Erste-Hilfe-Tasche mit gegeben, nur für den Fall, dass sich jemand eine Blase läuft oder ähnliches.

Eingeteilt in fünf Gruppen wanderten die Teilnehmer nacheinander durch den Wald als sie plötzlich auf Personen aufmerksam wurden, die offensichtlich bluteten. Eines sei gleich gesagt, alle beschriebenen Verletzungen sind nur gespielt und mit Theaterschminke aufgemalt, es war niemand wirklich verletzt. Die Teilnehmer stellten fest, dass die Personen Schnittwunden an den Händen und sogar eine Pfählungsverletzung hatten. Dank der Ausbildung der letzten Tage und der „zufällig“ mitgeführten Ausrüstung für die Erste-Hilfe konnten die Teilnehmer das Erlernte demonstrieren und die Personen mit dem nötigen Verbandszeug versorgen. Weiter ging es den Weg entlang bis zu einer Straße, an der es offensichtlich zu einem Zusammenstoß von mehreren Personen gekommen war. Hier galt es für unsere Teilnehmer Kopfplatzwunden richtig zu versorgen. Schließlich wurde den Teilnehmern nun gesagt, dass dies die letzte Übung für sie gewesen sei und sie sich nun über das Geländes des Kiez Bollmansruh zum Sportplatz begeben sollen. Vor dem Bungalow der Betreuer machten sie eine böse Entdeckung, da lagen zwei der Ausbilder auf der Wiese und bewegten sich nicht mehr. Zuerst verunsichert ob dies nun noch Teil der Übung war oder nicht, riefen die Teilnehmer ihr erlerntes Wissen ab. Was war noch einmal bei einer bewusstlosen Person zu tun? Notruf absetzen?! Stabile Seitenlage?! Gesagt getan und es stellte sich dann glücklicherweise heraus, dass auch diese Verletzungen nur gespielt waren. Nach diesem Erlebnis endete der Freitag und alle erholten sich für die am heutigen Samstag anstehenden praktischen Prüfungen.

Der Morgen begann nach dem Frühsport etwas anders, als wir es bisher gewohnt waren. Es sind weitere Gruppen auf dem Gelände angereist, so dass es beim Frühstück viel voller war als sonst. Auf dem Stundenplan stand für den Morgen das Üben der Wasserdisziplinen an. Die Ausbilder richteten hierfür einen Parcours ein. Jeder Teilnehmer startete vom Steg des Strandes mit einem Sicherheitssprung in das Wasser um dann zur nahegelegenen Tieftauchstation zu schwimmen. Hier galt es in den Beetzsee abzutauchen und vom Grund des Sees etwas Sand mit nach oben zu bringen. Dies ist gar nicht so leicht, denn die Sichtweite beträgt weiterhin nur wenige Zentimeter, so dass man sich ganz auf seinen Tastsinn verlassen muss.
Anschließend ging es weiter auf den Schwimmparcours, bei dem zuerst in Bauch und anschließend in Rückenlage eine Strecke absolviert werden musste. Hatte man dies geschafft wartete auch gleich die nächste Aufgabe: Es musste zu einer verunfallten Person hingeschwommen, sich bei dieser aus einem Befreiungsgriff gelöst und diese anschließend zum Ufer geschleppt werden. Damit nicht genug, mussten die Teilnehmer anschließend noch das 15m Streckentauchen absolvieren. Und nicht zu vergessen und unterschätzen die anschließende Herz-Lungen-Wiederbelebung – was für ein Programm!

Die Teilnehmer starteten nacheinander in den Parcours und arbeiteten sich von Station zu Station durch. Jede der gestellten Aufgabe wurde intensiv mit den Ausbildern „geübt“. Was die Teilnehmer jedoch noch nicht wussten, die Ausbilder einigten sich im Vorfeld darauf, dass die Teilnehmer bereits den ersten Durchlauf als Prüfungslauf absolvieren sollen. Es wurde den Teilnehmern lediglich nicht verraten. Nach der Mittagspause wurde dann von allen Prüflingen der noch fehlende Scheren-Sicherheitssprung geprüft und einige bekamen noch die Gelegenheit Leistungen zu wiederholen, die sie beim ersten Mal nicht schafften. Gegen 15:00 Uhr stand es dann fest: Alle Teilnehmer des Rescue Camps 2013 haben die Prüfung zum Rettungsschwimmer bestanden!

Im Anschluss an die Verkündung des Prüfungsergebnisses galt es so schnell wie möglich die verdiente Badeparty zu beginnen. Die Ausbilder und auch die Betreuer ahnten bereits, dass sie nun keine Chance zum Trocken bleiben haben würden, da half auch Wegrennen nicht. So wurden alle Gurtretter und Rettungsbretter ins Wasser geworfen und es begann das große Baden und Toben. Für die an Land gebliebenen bot sich noch die Möglichkeit, sich selber mit Theaterschminke Verletzungen schminken zu lassen. Wie schon gestern war hierfür unsere Realistische Unfall- und Notfalldarstellung (RUND) vor Ort, die über entsprechende Erfahrung verfügt. So wirkte es schon sehr skurril, dass am Strand Teilnehmer mit angeblich stark blutenden Armen herum liefen.

Am Abend wurde dann in großer Runde die Übergabe der Rettungsschwimmerurkunden gefeiert. Neben allen Teilnehmern, Ausbildern und Betreuern waren auch die Präsidentin des DLRG Landesverbandes Berlin, Marlies Wanjura, der Vizepräsident des DLRG Landesverbandes Brandenburg, Eike Gläser, und für den Vorstand des DLRG Bundespräsidiums, Achim Wiese, anwesend. Die Gratulanten freuten sich darüber, dass an einem Tag so viele hervorragende Leistungen durch die Teilnehmer erbracht und dadurch so viele Rettungsschwimmprüfungen erfolgreich abgenommen werden konnten.

Nach der feierlichen Übergabe begaben sich alle Teilnehmer zum See hinunter und fieberten im Finale des Tischtennisturniers mit ihren Gruppenbesten. Schließlich stand als Sieger der „mickrige Micha“ fest. Auch der „lästige Lukas“ und der „handelnde Hendrik“ waren als zweit- und drittplazierte nicht zu unterschätzen.

Vor dem Schlafengehen stand natürlich auch heute unsere tägliche Feedbackrunde an. Allerdings ging es nicht nur um den erlebten Tag, sondern um die gesamte Woche. Die Teilnehmer äußerten sich sehr positiv, wir haben anscheinend alle Erwartungen erfüllt. Das diese Woche sehr anstrengend war streitete niemand ab, trotzdem hatten alle sehr viel Spaß, die Teilnehmer haben viel gelernt und neue Freundschaften geschlossen. Begeistert waren sie, wie schon absehbar, von den Bootsfahrten. Auch den gemeinschaftlichen Zusammenhalt haben sie sehr zu schätzen gelernt. Einzig das Essen sorgte für ein wenig Kritik, womit man sich allerdings arrangieren konnte.  Wir freuen uns natürlich sehr über eine so positive Rückmeldung

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den Teilnehmern für die tolle Mitarbeit, den Betreuern für ihren unermüdlichen Einsatz gegenüber den Kinder und Jugendlichen, den Ausbildern für die vielen Stunden im Freiwasser und bei allen Helfern drum herum für die umfangreiche Unterstützung bedanken. Das Rescue Camp unter dem Motto „ 100 Jahre DLRG – 100 neue Rettungsschwimmer für Berlin und Brandenburg“ der beiden DLRG Landesverbände Berlin und Brandenburg war ein voller Erfolg. Wir hoffen, dass viele Teilnehmer ihren Weg als Rettungsschwimmer finden und künftig die DLRG unterstützen werden.

Kategorie(n)
Ausbildung

Von: lk/ae

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