Signalmann

Einsatztaucher werden in Gewässern eingesetzt in denen häufig eine besondere Gefährdung durch schlechte Sicht, Strömungen, Verunreinigungen im Wasser und weitere Gefahren gegeben sind.

Um ihn vor diesen Gefährdungen zu schützen, gibt die Berufsgenossenschaft vor, dass jeder Taucher im Wasser durch eine Leine, die ihm zur Sicherung und Führung dient, mit einem festen Punkt an Land verbunden sein muss.

Während sich an der einen Seite der Leine der Taucher befindet, ist das andere Ende der Aufgabenbereich des Signalmannes.

Der Signalmann ist Auge des Tauchers über Wasser, er unterstützt und führt ihn.

Im Vorfeld des Tauchganges überprüft er gemeinsam mit dem Taucher dessen Ausrüstung auf Vollständigkeit und Funktion.

Während des Tauchganges führt er den Taucher an seinen Einsatzort oder führt ihn durch sein Suchgebiet, sichert den Taucher gegen Gefahren und kommuniziert mit ihm über seine Leine.

Nach dem Tauchgang überprüft er, ob es dem Taucher gut geht und hilft ihm seine Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.

Um diese Aufgaben wahr nehmen zu können, erhält der Signalmann eine theoretische Ausbildung, die der des Einsatztauchers ähnelt, mit Wissen im medizinischen, gerätetechnischen und einsatztaktischen Bereichen.

Im Anschluss geht es dann an die praktische Ausbildung zusammen mit den Einsatztauchern.

Eigene Taucherfahrungen, die der Signalmann mitbringt, erleichtern ihm den Einstieg, aber auch ohne diese Erfahrungen bekommt der Signalmann das praktische Wissen durch eine Reihe von Übungen mit den Einsatztauchern vermittelt.

Da der Signalmann bereits ein ausgebildeter Rettungsschwimmer ist, fällt ihm auch die Durchführung von Rettungsübungen mit verunfallten Tauchern nicht schwer.

Nach der Ausbildung, die sich sporadisch über ca. ½ Jahr hinzieht, legt er eine Prüfung ab und kann dann als Signalmann eingesetzt werden.

Um seine Berechtigung als Signalmann eingesetzt  zu werden zu erhalten, muss er regelmäßig an Übungen mit den Einsatztauchern teilnehmen.