Verlässlichkeit, Loyalität und Hilfsbereitschaft

"Es gibt drei Dinge, die uns und auch als Mensch ganz besonders wichtig sind: Verlässlichkeit, Loyalität und Hilfsbereitschaft. Das sind für mich die Grundpfeiler, auf denen eine stabile und humane Gesellschaft aufgebaut sein sollte. In der Gemeinschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft gelingt es uns immer wieder aufs Neue, diese Werte zu leben. Wir in der DLRG seien es Aktive, Ehrenamtliche oder Förderer - können uns aufeinander verlassen, wir sind füreinander da, wenn Hilfe gebraucht wird. Die ehrenamtlichen Retterinnen und Retter machen nicht viel Aufhebens um ihren Job - sie tun ihn einfach und retten damit Menschen das Leben. Sie sind da für diejenigen, die Hilfe brauchen und die darauf vertrauen, dass die DLRG-Retter über sie wachen. Und auch unsere Ehrenamtlichen vertrauen auf jemanden: auf die Förderer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft! Denn erst die finanzielle Unterstützung unserer Kameraden im Hintergrund macht es uns möglich, unsere Materialien, unsere Boote, Rettungsbretter und Erste-Hilfe-Ausstattungen anzuschaffen. Wir können darauf zählen, dass unsere Förderer selbstlos und engagiert dafür sorgen, dass wir einsatzfähig sind und bleiben. Als Generalsekretär der weltweit größten Wasserrettungsorganisation bin ich stolz auf die besondere Kameradschaft unserer Retter und Förderer. Gemeinsam retten wir Leben." 

Leben retten als Lebensaufgabe

Kurz nach der der Gründung im Jahre 1913 und damit seit mehr als 100 Jahren setzen wir von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Berlin e.V.  uns unter dem Motto "Humanität und Sport" für die Sicherheit am Wasser sowie die Rettung vor dem Ertrinkungstod ein. Als größte Wasserrettungsorganisation Deutschlands und der Welt haben wir uns verschiedene Kernaufgaben auf die Flagge geschrieben:

  • Aufklärung und Information Ausbildung im Schwimmen und Rettungsschwimmen sowie
  • Einsatz im Wasserrettungsdienst

Mit derzeit etwa 1,4 Mio. Mitgliedern und Förderern ist unser Verein ein unverzichtbarer Teil des Hilfsleistungs- und Sportsystems in Deutschland. In rund 2.000 örtlichen Gliederungen leisten unsere DLRG-Kameradinnen und Kameraden ihren ehrenamtlichen Dienst - und machen damit die Freizeit für Badegäste, Schwimmer und Wassersportier an Küsten, Binnengewässern und in Bädern sicherer. Angesichts hoher Ertrinkungszahlen setzen wir uns auch international für bessere Sicherheitsstandards im und am Wasser ein. In den internationalen Dachverbänden, der International Life Saving Federation (ILS) und der Inter- national Life Saving Federation-Europe (ILS-E) arbeiten wir aktiv mit. Seit der Gründung bewahrten DLRG- Retter hunderttausende Menschen vor dem Ertrinken. Eine Leistungsbilanz, auf die wir alle stolz sind - Retterinnen und Retter sowie alle Helfer der DeutschenLebens-Rettungs-Gesellschaft. Für jedes Hochwasserlagen engagieren. Wenn

Leben, das wir retten können, sind wir Menschen im und am Wasser in Not mit ganzer Kraft im Einsatz. geraten, sind unsere Retterinnen und Retter von der DLRG zur Stelle. Mit Jungen Menschen bietet die DLRG ein breites Feld für humanitäres, sportliches und soziales Handeln. In unserer Gemeinschaft werden Teamgeist, Hilfsbereitschaft und Respekt großgeschrieben. Bei uns erfahren Jugendliche den Sinn bürgerschaftlichen Engagements.

Auch in Zukunft wollen wir jederzeit für unsere Mitmenschen in Notsituationen da sein. Wir müssen darauf vorbereitet sein, zu helfen - ob bei kleinen Notfällen oder großen Katastrophen.

Unsere DLRG-Helferinnen und -Helfer wollen Wachdienst an den heimischen Gewässern leisten, Kindern und auch Erwachsenen das Schwimmen beibringen und über die Gefahren im, am und auf dem Wasser aufklären. Nicht zuletzt werden wir uns auch weiter im Katastrophenschutz wie zum Beispiel bei lebensrettender Hilfe. Dafür machen wir uns mit ganzer Kraft stark - und mit Ihrer Unterstützung noch stärker.

Aufklärung und Information für mehr Sicherheit

Wasser ist Leben und gibt Leben. Oder nimmt es. Gewässer faszinieren uns schon beim Ansehen. Wasser ist aber auch eine Naturgewalt, die Menschenleben fordert. Wasser lässt sich nicht beherrschen. Aber man kann lernen, wie man richtig damit umgeht, Gefahren erkennt und sie vermeidet. Es gibt Verhaltensweisen, die am und im Wasser gefährlich werden können. Wir haben Ratgeber entwickelt, die auf den Aufklärungsbedarf spezieller Gruppen abgestimmt sind. Wir führen eine umfangreiche Statistik über Ertrinkungsfälle mit Ursachenanalyse, auf deren Basis Sicherheitskonzepte erstellt und verfeinert werden können. Auch die Organisation und Durchführung von verschiedenen Veranstaltungen in

Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen führen zu einer erhöhten Aufmerksamkeit für das Thema Wassersicherheit. So klären unsere Teamer während der DLRG-Kindergartentage Kinder über die Gefahren von Wasser auf - mit Erfolg: Seit dem Beginn des Programms ist die

Ertrinkungszahl von Kindern bis sechs Jahren deutlich gesunken. Bei unserer Strandfest-Tournee im Sommer entlang der deutschen Küste gibt es Sicherheitstipps für Urlauber. Auf politischer Ebene setzen wir uns für den Erhalt öffentlicher Bäder ein. Außer-dem betreiben wir Presse- und Medienarbeit, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Denn je mehr Menschen wissen, wie sie sicher mit Wasser um- gehen können, desto besser.

Ausbildung im Schwimmen und Rettungsschwimmen

Viele Landlebewesen sind von Geburt an gute Schwimmer. Der Mensch gehört nicht dazu. Menschen das Schwimmen beizubringen, ist unsere Kernkompetenz. Wir beginnen mit dieser Ausbildungsarbeit bereits bei Babys und Kleinkindern im Rahmen der Wassergewöhnung. Niemand muss Angst vor Wasser haben - und je eher das ein Mensch lernt, desto sicherer kann er damit umgehen. Aber wir sind immer wieder erstaunt und begeistert, wie schnell sich schon die Kleinsten ans Wasser gewöhnen und dabei sichtbar viel Spaß haben. Sobald die Kinder groß genug sind, bieten wir ihnen mit gut ausgebildeten Trainern richtigen Schwimmunterricht. "Seepferdchen" und die verschiedenen Stufen des Jugendschwimmabzeichens dokumentieren den Leistungsstand und werden mit Stolz auf der Badekleidung getragen. Auch Erwachsenen zeigen wir gern, wie leicht es ist, Schwimmen zu lernen und vielleicht das Deutsche Schwimmabzeichen zu erwerben. Durch eigenes Können im Wasser anderen Menschen zu helfen: Das ist die Motivation vieler DLRG-Mitglieder, eine Rettungsschwimmausbildung zu absolvieren. Von 1950 bis zum Jahr 2015 haben über 4,5 Millionen Menschen Rettungsschwimmprüfungen in den verschiedenen Leistungsgraden abgelegt. Unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer haben für ihre Aufgabe bereits eine gute Qualifikation. Wem das nicht genügt, der kann über Zusatzausbildungen seine Kompetenzen erweitern.

Einsatz im Wasserrettungsdienst

Als Rettungsorganisation wollen wir soziale Aufgaben wahrnehmen und Gutes tun. Und das machen wir auch: Im Bereich "Einsatz" zeigen wir unsere Kompetenz im Rettungswesen. Die DLRG ist ein fester Bestandteil der Katastrophenschutz-Konzepte aller deutschen Bundesländer. Mit zahlreichen Wasserrettungszügen, Einsatztauchern und Motorrettungsbooten tragen wir unseren Teil zur Bewältigung von Großschadenslagen bei. An vielen Gewässern in Deutschland ist das Rot und Gelb der DLRG ein gewohnter Anblick. Dann sind unsere engagierten Mitglieder im Einsatz für die Wasserrettung. An der Küste gewährleistet der Zentrale Wasserrettungsdienst Küste (ZWRD-K) Sicherheit auf 2.300 Kilometern Badestrand zwischen Borkum und Usedom. Dort erfüllen wir diese Aufgabe unter einheitlicher Leitung und Koordination aus dem Bundeszentrum der DLRG in Bad Nenndorf. Eng verknüpft mit dem Rettungsdienst ist die medizinische Versorgung der Geretteten. Unsere Mitglieder können sich über die Erste Hilfe hinaus zu Sanitätshelfern (San A) und Sanitätern (San B) ausbilden lassen, um dann eine schnelle und professionelle Versorgung von Verletzten zu gewährleisten. Eine kleine, aber spezielle Einheit ist bei uns ebenfalls im Einsatz: die der Rettungshunde. Diese Vierbeiner unterstützen das schnelle Auffinden von Vermissten- ob bei der Flächen- und Trümmersuche oder der Wassersuche. Hunde können Menschen sogar noch in mehreren Metern Tiefe durch das Wasser wittern.

DLRG-Retter: Helden an deutschen Gewässern

"Ich bin schon als Kind in die DLRG eingetreten - damals wollte ich ein bisschen Sport machen und im Wasser habe ich immer gerne herumgetobt

Heute ist mein Engagement für die DLRG eine Familienangelegenheit. Auch meine Frau und mein Sohn sind in der DLRG aktiv. Ich verbringe jedes Jahr meinen gesamten Urlaub auf Rügen beim Wachdienst - für mich ist es wichtig, etwas Sinnvolles im Leben zu leisten. Jeder sollte das im Rahmen seiner Möglichkeiten tun. Und was gibt es Wichtigeres, als Leben zu retten? Ich gebe meine Erfahrungen gerne an den Nachwuchs weiter, denn wir brauchen junge, engagierte Retter, die an Küsten und Gewässern Leben retten können, wenn Menschen in Not sind."

Ich verbringe meine ganze Freizeit im Verein: Es gibt hier für Menschen jeden Alters etwas zu tun! Jeder, der möchte, kann sich gut integrieren

Ich war erst 12, als ich angefangen habe, bei der Schwimmausbildung zu helfen. Mit 14 begann der Wasserrettungsdienst für mich - und das mache ich bis heute sehr gerne. Ich verbringe viel Zeit im Wachdienst, zusammen mit meinen Kameradinnen und Kameraden. Mit den meisten von ihnen bin ich mittlerweile eng befreundet. Mit Freundenden Zeit zu verbringen, Sport zu machen, an der frischen Luft und auf, am sowie im Wasser zu sein und damit auch noch etwas Gutes für die Menschen zu tun, für mich ist die DLRG nicht nur mein Hobby, sie ist meine Leidenschaft."

Retten Sie Leben - mit Ihrem Testament

Auch wenn es im deutschen Erbschaftsrecht genau festgeschriebene Vorgaben zu sämtlichen Nachlassfragen gibt -ohne ein Testament entscheiden nicht Sie, sondern Gesetze darüber, was mit Ihrem Nachlass geschieht. Natürlich kann jeder Mensch frei entscheiden, ob er ein Testament aufsetzt. Doch es gilt zu bedenken, dass Freunde, nichteheliche Lebensgefährten und auch gemeinnützige Organisationen wie die Deutsche Lebens-Rettungs- Gesellschaft Landesverband Berlin e.V. in der gesetzlichen Erbfolge nicht vorgesehen sind. Wer ihnen etwas vermachen möchte, muss dies in einem Testament festschreiben. Sie möchten, dass ein gesetzlicher Erbe Ihren Nachlass zu einem bestimmten Zweck verwendet? Sie fühlen sich der Lebensrettungsarbeit der DLRG verbunden und möchten die Retterinnen und Retter auch nach Ihrem Ableben mit einem Anteil Ihres Vermögens unterstützen? Nur mit testamentarischen Regelungen können Sie die Realisierung Ihrer Wünsche absichern. Ein Testament setzt die Standard-Bestimmungen der gesetzlichen Erbfolge in Ihrem Sinne außer Kraft. Dabei ist es von höchster Wichtigkeit, dass Ihr Testament in Form und Inhalt den geltenden gesetzlichen Regelungen folgt - nur dann wird es als gültig anerkannt. Im Folgenden finden Sie unter anderem Wissenswertes über die gesetzliche Erbfolge und verschiedene Testamentsformen. Denn nur wer umfassend informiert ist, kann seinen Nachlass in seinem Sinne gestalten.

Spuren hinterlassen "Unser Engagement soll weitergehen"

"Ich habe lange darüber nachgedacht, was einmal mit meinem Erbe geschehen soll. Natürlich sollen meine Kinder und Enkel etwas bekommen. Vor allem aber habe ich mein Leben lang Menschen bewundert, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie machen unsere Gesellschaft ein ganzes Stück besser.

"Vor zwei Jahren ist meine liebe Ehefrau verstorben und ich habe angefangen, mir zu überlegen, was einmal mit meinem Nachlass geschehen soll. Leider war es mir in meinem Leben nicht vergönnt, eigene Kinder zu haben. Ich möchte aber, dass all das, wofür ich ein Leben lang hart gearbeitet habe, nach meinem Tod noch etwas Gutes bewirkt. Das soll mein Das habe ich immer unterstützt und das letzter Gruß sein, wenn ich einmal möchte ich unbedingt auch nach meinem Tod gehen muss. Deshalb habe ich mich entschlossen, die DLRG in meinem Testament zu bedenken. Ich möchte Spuren hinterlassen. Von mir soll etwas zurückbleiben, auch wenn ich nicht mehr da bin."

Die gesetzliche Erbfolge

Nach der gesetzlichen Erbfolge, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist, erben nach Ihrem Tod Ihre "Blutsverwandten" und Ihre Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner. Außerdem zählen nichteheliche Kinder und adoptierte Kinder ebenfalls zu den gesetzlichen Erben.

Es gibt laut Gesetz Personen, die Anspruch auf einen sogenannten Pflichtteil haben, den Sie ihnen nicht verwehren können: Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder deren Kinder und, im Falle der Kinderlosigkeit, Ihre Eltern. Die Höhe des Pflichtteils bemisst sich an der Höhe des Erbes, aber je nach Rechtsordnung auch an der Zahl der Erben oder dem Verwandtschaftsverhältnis.

Das Gesetz teilt Erben in Ordnungen mit entsprechendem Erbrang ein. Die Erben der 1. Ordnung sind vor den Erben der 2. Ordnung und den Erben der 3. Ordnung erbberechtigt. Wenn keine gesetzlichen Erben existieren, geht das gesamte Vermögen an den Staat über.

Das geeignete Testament für Ihren Nachlass

Die Entscheidung für ein Testament ist die Entscheidung für einen selbstbestimmten Nachlass. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Testament zu errichten. Sie können es eigenhändig handschriftlich oder mit Hilfe eines Notars verfassen. Wer bereits sein Testament verfasst hat, kann es jederzeit abändern - vorausgesetzt, man ist testierfähig. Ihr eigenhändiges Testament können Sie an jedem beliebigen Ort aufbewahren. Sorgen Sie dafür, dass vertrauenswürdige Personen von dem Aufbewahrungsort wissen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Testament nicht oder erst längere Zeit nach dem Erbfall aufgefunden wird. Wer besonders sicher sein möchte, dass das Testament vor Verlust oder Fälschung geschützt ist, kann es beim Nachlassgericht in Verwahrung geben.

Einfach abgesichert:

Das eigenhändig verfasste Testament

Wenn Sie beim Verfassen Ihres letzten Willens unsicher sind und sichergehen wollen, dass Ihr Testament eindeutig formuliert und in jedem Fall rechtsgültig ist, sollten Sie die Hilfe eines Notars in Anspruch nehmen. Er wird Sie beraten und Ihre Vorstellungen klar und Rechtssicher aufsetzen. Weiterhin kann der Notar sein Beratungsergebnis beurkunden. Bei einer Beurkundung ist eine eigenhändige

Das handschriftliche Testament ist die Formulierungen, um Missverständnisse

einfachste und gängigste Art, eine unter Ihren Erben zu vermeiden. letztwillige Verfügung zu treffen. Es hat den Vorteil, dass Sie es ohne Aufwand und Kosten jederzeit ändern oder ergänzen können. Damit es Gültigkeit besitzt, muss es in Form und Inhalt den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Bitte beachten Sie Folgendes: Ihr eigenhändiges Testament müssen Sie vollständig handschriftlich verfassen. Die Überschrift "Mein Testament" macht auf den ersten Blick deutlich, worum es sich handelt. Auf dem Testament muss der Testierende auch das Datum und den Ort angeben, an dem er das Testament verfasst hat. Die Unterschrift sollte aus dem vollen Vor- und Nachnamen bestehen und sollte das Testament abschließen. Mit diesen einfachen Formvorschriften sollen Sie davor geschützt werden, dass Ihr Testament gefälscht werden kann.

Amtlich abgesichert Das notarielle Testament

Niederschrift des Testaments nicht erforderlich. Vielmehr wird das Dokument vom Notar verlesen und von Ihnen nur noch unterschrieben. Anschließend wird ein solches Testament beim örtlichen Amtsgericht verwahrt. Das Testament kann so nicht verloren gehen und wird im Erbfall vom Nachlassgericht eröffnet. Für die Erben bietet ein notarielles Testament zudem den Vorteil, dass sie in der Regel keinen zusätzlichen Erbschein benötigen, um sich zu legitimieren. Bei einem notariellen Testament sind Gebühren zu entrichten, die sich nach dem Wert des Vermögens richten. Doch im Vergleich zu der Sicherheit, die Sie mit einem notariellen Testament haben, ist das Honorar des Notars gering. Die Tabelle gibt Ihnen erste Richtwerte, mit welchen Auslagen Sie für Notargebühren zu rechnen haben. Für die Hinterlegung Ihres Testamentes beim Amtsgericht, Nachlassgericht oder Notariat wird seit dem 1. August 2013 eine einmalige Verwaltungsgebühr in Höhe von 75 Euro zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer erhoben.

Das gemeinschaftliche Testament

Eheleute und Partner aus einer eingetragenen Lebensgemeinschaft können ein gemeinsames Testament aufsetzen. Wird die Ehe bzw. die Lebenspartnerschaft aufgelöst, ist das Testament unwirksam. Für ein gemeinschaftliches Ehegattentestament gelten die gleichen Formvorschriften wie für das handschriftliche oder das notarielle Testament. Die Eheleute/Lebenspartner verfügen gemeinschaftlich ihren letzten Willen, indem einer von ihnen den Willen eigenhändig dokumentiert und beide Eheleute dieses Testament eigenhändig unterschreiben.

Sofern ein Partner von diesem Testament zurücktreten möchte, ist dieser Widerruf nur durch eine notariell beurkundete Erklärung gegenüber dem anderen Ehepartner/Lebenspartner möglich. In einer Sonderform des Ehegattentestamentes, dem Berliner Testament, setzen sich die beiden Eheleute gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen, dass die Kinder oder eine gemeinnützige Organisation erst nach dem Tod des Letztverstorbenen erben sollen. Der überlebende Ehepartner wird in diesem Fall Alleinerbe und ist berechtigt, zu Lebzeiten über den Nachlass frei zu verfügen.

Nachlass mit Nachhaltigkeit: Der Erbvertrag

Ein Erbvertrag ist eine weitere Möglichkeit, von der gesetzlichen Erbfolge

abzuweichen. Der Erbvertrag ist wie das Testament eine "Verfügung von Todes wegen", beide werden mit dem Ableben des Erblassers wirksam. Im Gegensatz zu dem Testament ist der Erbvertrag je-doch eine zweiseitige Willenserklärung, mit der sich der Erblasser vertraglich gegenüber seinem Vertragspartner bindet. Damit ist die freie Widerrufbarkeit, wie sie im Testament erlaubt ist, ausgeschlossen. Beim Erbvertrag hat der Bedachte eine gesicherte Position und kann darauf vertrauen, dass er das ihm Zugesicherte auch wirklich erhält. Ein Erbvertrag muss notariell bei gleichzeitiger Anwesenheit aller Vertragspartner beurkundet werden.

Anders als beim gemeinschaftlichen Testament können beliebige Beteiligte einen Erbvertrag abschließen: Der Erblasser kann auch mit Dritten, zu denen kein Verwandtschaftsverhältnis besteht - zum Beispiel einer gemeinnützigen Organisation -, einen Erbvertrag eingehen

Widerruf Ihres Testaments

Sie können ein Testament ohne Angabe von Gründen widerrufen. Das eigenhändige wie auch das notarielle Testament können Sie ganz einfach widerrufen, indem Sie ein neues Testament abfassen, welches das alte automatisch außer Kraft setzt. Um spätere Missverständnisse zu vermeiden, vernichten Sie das alte Testament. Sie können Ihr altes Testament ganz oder auch nur zu bestimmten Teilen widerrufen. Ein neues Testament kann sowohl eigenhändig als auch notariell verfasst sein.

Ein in amtliche Verwahrung genommenes Testament gilt als widerrufen, wenn Sie die Herausgabe aus der amtlichen Verwahrung verlangen. Ein gemeinschaftliches Testament können Sie nur ändern, solange beide Ehepartner leben - außer in dem Testament ist ausdrücklich bestimmt, dass der überlebende Partner ein neues Testament aufsetzen kann.

Ein Beitrag in Ihrem Sinne: Die Erbschaft

Das Vermächtnis (auch Legat, von lat. legatum) ist im deutschen Erbrecht die Zuwendung eines einzelnen Vermögensvorteils im Todesfall. Häufig handelt es sich hierbei um Bargeld, Immobilien oder Sachgegenstände. Das Vermächtnis kann vom Erblasser in einem Testament oder einem Erbvertrag festgelegt werden. Aus einem Testament muss deutlich hervorgehen, welche Personen als Erben eingesetzt werden sollen, bzw. welchen weiteren Personen ein Gegenstand oder ein Geldbetrag hinterlassen werden soll. Um Spielräume für Auslegungen zu vermeiden, sollte der Verfasser klare Formulierungen, wie "ich vermache" oder dieser und jener "bekommt" wählen.

Ein Beitrag in Ihrem Sinne: Die Schenkung

Um Erbschaftsteuern zu sparen, werden oft schon zu Lebzeiten Schenkungen vorgenommen. Wer dies tut, sollte allerdings die Rechtslage genau kennen. Eine Schenkung muss mindestens zehn Jahre vor dem Erbfall durchgeführt werden, sonst wird diese zum Nachlass hinzugerechnet und voll besteuert. Ganz ohne Steuerbelastung kommt man bei einer Schenkung nicht aus: Die Höhe der Schenkungsteuer richtet sich nach dem Wert der Schenkung, dem Freibetrag und der Steuerklasse. Anders sieht es bei gemeinnützigen Organisationen wie der DLRG aus Die Schenkung kann steuerfrei für die humanitäre Arbeit verwendet werden. Eine Schenkung muss notariell beglaubigt oder vollzogen sein, um gültig zu werden. Zudem muss der Beschenkte die Schenkung annehmen. Wird ein Gebäude oder Grundstück verschenkt, ist zusätzlich der Eintrag des Beschenkten ins Grundbuch erforderlich

Ein Beitrag in Ihrem Sinne: Die Stiftung

Eine Stiftung verfolgt mit Hilfe des Vermögens eines Stifters/einer Stifterin einen bestimmten, langfristigen Zweck. Sie wird meist ins Leben gerufen, wenn ein Stifter/eine Stifterin sein/ihr Engagement für eine von ihm/ihr als wichtig angesehene Sache gesichert wissen will. Stiftungen können zu Lebzeiten gegründet oder es kann verfügt werden, dass nach dem eigenen Ableben eine Stiftung gegründet wird. Ähnlich wie bei einer Schenkung oder Begünstigung einer gemeinnützigen Institution ergeben sich auch hier steuerliche Vorteile. Voraussetzung für die Errichtung einer rechtsfähigen Stiftung ist, dass der Stifter/die Stifterin den Willen, eine Stiftung zu gründen, zum Ausdruck bringt. Dies erfolgt im Rahmen des Stiftungsgeschäfts mit einer einseitigen, rechtlich verbindlichen schriftlichen Erklärung.

Etwas Dauerhaftes schaffen mit einer Stiftung die Zukunft gestalten

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat im Jahr 2006 die rechtskräftige der Einrichtung einer Treuhand- oder "DLRG-Stiftung für Wassersicherheit eingerichtet. Ziel ist es vor allem, langfristige Mittel zu generieren, die die auch in Zukunft unterstützengaben der humanitären Organisation satzungsgemäßen Zwecke und auf Das Vermächtnis oder Erbe und seine Erlöse werden direkt steuerfrei und Zustiftung bestimmen Sie sehr individuell dem breiten Spektrum der DLRG von I Ihnen dauerhaft unterstützt werden soll und nachhaltig, welche Aufgabe aus ohne Abzug von Verwaltungskosten ausschließlich für die humanitäre Arbeit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft verwendet. Das durch ein Vermächtnis in die DLRG gesetzte Vertrauen sehen wir als besondere Verpflichtung dem Erblasser gegenüber. Dem Wunsch nach einem konkreten Einsatzzweck kommen wir nach. Ein der DLRG gegebenes Vermächtnis oder Erbe wird nachhaltig eingesetzt und fließt vorrangig in unser Stiftungskapital ein. Dieses nutzen wir, um auch in Zukunft unseren humanitären Aufgaben nachzukommen, soweit nichts

Denn der Bedarf an geeigneten Wasserrettungsstationen, Booten, Einsatzgeräten bis hin zum Taucheranzug und Notfallkoffer ist groß - überall in unserem Land. Um auf engagierte und qualifizierte Retter bauen zu können, investieren wir in die Aus- und Fortbildung unserer ehrenamtlichen Helfer, Ausbilder und Führungskräfte.

Mit jedem Vermächtnis oder Erbe wird praktische, sichtbare Hilfe geleistet. Jede neue Wachstation, jedes Rettungsboot und jeder Notfallkoffer ist ein direkter Beitrag zur Rettung von Menschenleben

Beispielhafte Hilfe: Die Margot-Probandt-Franke-Stiftung

Leider war es ein trauriger Anlass, der zur Gründung der Margot-Probandt- Franke-Stiftung führte. Heute hilft die Stiftung aktiv, Leben zu retten. Es war im Jahr 1973, als sich die Eheleute Probandt entschlossen, eine Stiftung zur Förderung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. ins Leben zu rufen. Ihr einziger Sohn war bei einem Wasserunfall ums Leben gekommen und nun wollten sich die Eheleute mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass anderen Menschen ein solches Schicksal möglichst erspart bleibt. Die gemeinnützige Margot-Probandt- Franke-Stiftung mit Sitz in Düsseldorf wurde am 13. März 1973 von Margot Probandt errichtet. Zu ihren Lebzeiten war die Stifterin Alleinvorstand. Sie gab der Stiftung entscheidende Impulse für die Verwirklichung des Stiftungszweckes. Nach dem Tode der Stifterin im Jahre 1998 erbte die Stiftung ihr Vermögen und seither besteht der ehrenamtliche Stiftungsvorstand aus zwei Vertretern der Deutschen Bank und dem jeweiligen Präsidenten der DLRG. Die Stiftung stellt der DLRG finanzielle Mittel für die Ausbildung von Rettungsschwimmern, den Ausbau und die Fortentwicklung des Wasserrettungsdienstes und die Beschaffung von Rettungsgeräten zur Verfügung. Die Gelder stammen aus den erwirtschafteten Erträgen des Stiftungsvermögens und werden aus- schließlich und unmittelbar zur Erfüllung des Stiftungszweckes verwendet.

Die konkreten Förderungsgegenstände werden jährlich mit dem Stiftungsvor- stand vereinbart und fließen in die von der DLRG intern einmal jährlich erstellten Ausschreibungen ein. So wird unter anderem die Anschaffung von Ausbildungs- und Einsatzmaterialien wie Boote, Funkgeräte und Defibrillatoren gefördert. Der Kauf von Grundstücken oder Liegenschaften sowie Baukosten sind nicht förderungswürdig. DLRG-Ortsgruppen können sich um eine Förderung in einem festgelegten Beschaffungszeitraum aus Mitteln der Stiftung bewerben. Das Vermögen der Stiftung selbst bleibt unangetastet. Da die Mitglieder der DLRG wie auch die Mitglieder der Stiftung ihre Aufgaben ehrenamtlich wahrnehmen, kommen außer zur Deckung der unmittelbar anfallenden Verwaltungskosten alle Erträge der Stiftung ungekürzt dem Stiftungszweck zu Gute.

Der Fiskus erbt mit - Die Erbschaftsteuer

Eine Erbschaft oder Schenkung an die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Berlin e.V. ist doppelt wertvoll. Denn: Gemeinnützige Organisationen wie die DLRG LV Berlin e.V. sind von der Erbschaft- und Schenkungsteuer befreit. Das vererbte oder vermachte Vermögen kommt in vollem Umfang gemeinnützigen Zwecken zugute, ohne dass es durch Steuerabgaben geschmälert wird. Die Höhe der Steuer, die Ihre Erben zahlen müssen, hängt vom Wert der Erbschaft oder des Vermächtnisses und dem Verwandtschaftsgrad der Erben und Vermächtnisnehmer zum Erblasser ab. Je enger das Verwandtschaftsverhältnis, umso niedriger die Steuerlast dafür werden insgesamt drei Erbschaftsklassen unterschieden

Freibeträge im Überblick

Jedem Erben steht ein persönlicher Freibetrag zu, der sowohl für Nachlässe als auch für Schenkungen unter Lebenden gilt. Der Schenkungsfreibetrag kann alle zehn Jahre erneut genutzt werden. Die Freibeträge richten sich nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen Erblasser und Erben, den Steuerklassen und dem Wert des Erbes bzw. der Schenkung

Ihr letzter Wille: Ihre eigene Entscheidung

Ein Testament ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und Respekt, für Menschen, die Ihnen nahestehen, oder für Menschen in Not. Sie sorgen vor, vermeiden Missverständnisse und geben Ihrer Familie Sicherheit und Klarheit. Sie schenken sich selbst Gewissheit, rechtzeitig alles geregelt zu haben - so wie Sie es wünschen. Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an! Wir haben jahrzehntelange Erfahrung in Nachlassangelegenheiten und behandeln Ihr Anliegen absolut vertraulich. Sollten Sie die DLRG LV Berlin e.V. als Erbeneinsetzen, kümmern wir uns um die Nachlassauflösung: Immobilien und Wertgegenstände veräußern wir sorgsam. Möbel, Hausrat und Kleider verkaufen wir oder geben diese in die Hände von Bedürftigen. Der Erlös kommt unserer Hilfe für Menschen in Wassergefahr zugute. Wir bieten Ihnen ein vertrauliches Gespräch über Nachlassregelungen zu Gunsten der DLRG an. Bei weiteren Fragen und für ein individuelles, persönliches Gespräch wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartner bei der DLRG: Marcus Raasch -Landesgeschäftsführer- 030 362095-51 oder per E-Mail marcus.raasch@berlin.dlrg.de

Haben Sie Fragen zur Arbeit der DLRG Berlin?
Oder haben Sie Fragen im Zusammenhang mit rechtlichen Aspekten zu Ihrem Testament? Rufen Sie unseren Landesgeschäftsführer Marcus Raasch an: 030 362095-51. Diskretion ist für uns selbstverständlich.

Unsere Adresse für Ihre testamentarische Begünstigung:

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Landesverband Berlin e. V.
Am Pichelssee 20-21
13595 Berlin