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Neuigkeiten von der DLRG Berlin

Öffentlichkeitsarbeit, Einsatz

Übungsfahrt der DLRG-Katastrophenschutzeinheiten

Veröffentlicht: 11.10.2026
Autor: Marcus Raasch
Vortrag zum UTM Koordinationsystem
Vortrag zum UTM Koordinationsystem
Das neue Einsatzfahrzeug für den Betreuungsdienst
Auf dem Parkplatz in Ketzin
DLRG Einsatzfahrzeuge
Ketzin Riverside
Ketzin Riverside
"Ladeflächen Kino" im BT-LKW
Registrierungsübung von Betroffenen
Registrierungsübung von Betroffenen
Katastrophenschutzhelfer der DLRG am Riewendsee

Am 9. Oktober durfte sich die DLRG über ein neues Betreuungsdienstfahrzeug freuen, das von Innensenatorin Iris Spranger offiziell übergeben wurde.

Ein willkommener Anlass, bereits am folgenden Tag eine schon länger geplante Orientierungs- und Ausbildungsfahrt ins Havelland durchzuführen.

Im Rahmen der Übungsfahrt mussten drei verschiedene Stationen angefahren werden, an denen der Führungstrupp der Betreuungsdienstkomponente unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen hatte. Dabei standen insbesondere die Lagedarstellung und die Informationsbeschaffung im Mittelpunkt.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, innerhalb von nur zehn Minuten einen Kurzvortrag zum UTM-Koordinatensystem vorzubereiten und für die mitfahrenden Helferinnen und Helfer zu präsentieren. Als außergewöhnliche Kulisse diente dabei das „Speisehaus der Nationen“ im Olympischen Dorf in Elstal.

Anschließend galt es, für ein fiktives Hochwasserszenario in Ketzin an der Havel die Evakuierung einer Pflegeeinrichtung zu planen und vorzubereiten. Dabei mussten Informationen zur Einrichtung, zu den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie zu den erforderlichen Einsatzmitteln ermittelt und bewertet werden.

Die letzte Station führte die Einsatzkräfte nach Riewend, einem Ortsteil der Gemeinde Päwesin. In dem Dorf leben rund 70 Menschen. Entsprechend fiel die DLRG mit ihren fünf Einsatzfahrzeugen und 16 Helfenden deutlich auf.

Für einen besonderen Programmpunkt wurde der mitgeführte Betreuungsdienst-LKW kurzerhand zum „Ladeflächen-Kino“ umfunktioniert. Gezeigt wurde ein kurzer Beitrag aus der ZDFinfo-Reihe „Die schwersten Unglücke der DDR“. Dieser erinnerte an ein tragisches Ereignis auf dem Riewendsee: Am 24. August 1965 sank dort ein Schwimmpanzer der Nationalen Volksarmee während einer Rundfahrt mit Kindern und Betreuenden eines Ferienlagers. Sieben Kinder verloren dabei ihr Leben. Ein Unglück, das heute nur noch wenigen Menschen bekannt ist. Auch direkt an der Stelle des Unglücks findet an auf den ersten Blick keine Hinweise. Interessierte finden die Dokumentation auf YouTube.

Nach einer kurzen Phase des Innehaltens und persönlichen Austauschs begann die abschließende Übung auf dem Parkplatz vor der Dorfkirche Riewend. Hier wurden Teile der Ausstattung des neuen Betreuungsdienstfahrzeuges aufgebaut und die Registrierung von Betroffenen geübt. Drei Helfer übernahmen dabei die Erfassung, während die übrigen Einsatzkräfte die Rolle von Bewohnerinnen und Bewohnern eines Pflegeheims übernahmen.

Nach einem abwechslungsreichen und lehrreichen Ausbildungstag klang die Übung mit einem gemeinsamen Grillabend am Katastrophenschutzzentrum im Spandauer Ortsteil Gartenfeld aus.

Interesse am Katastrophenschutz?

Wer sich selbst im Katastrophenschutz der DLRG engagieren möchte, findet hier weitere Informationen: https://berlin.dlrg.de/mitmachen/bevoelkerungsschutz/ 

 

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