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Einsatz

Kriseninterventionsteam im Einsatz auf dem Christopher Street Day

Veröffentlicht: 30.07.2026
Autor: webteam

Als am Abend des 26. Juli der Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day die Stadt erschütterte, waren innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen vor Ort. Neben der medizinischen Versorgung der Verletzten wurde schnell deutlich, dass viele Menschen auch psychosoziale Unterstützung benötigten. Um 23:51 Uhr wurde die Krisenintervention der DLRG Berlin alarmiert. Die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte unterstützten im Bereich der Patientenablage der Berliner Feuerwehr die Betreuung von Betroffenen und Angehörigen. Der Einsatz dauerte für unsere sechs Einsatzkräfte bis 4:15 Uhr am frühen Sonntagmorgen. Dabei ging es um die Verarbeitung des Erlebten, um die Bewältigung von Unsicherheit und Ängsten sowie häufig einfach darum, dass jemand zuhört.

In den Stunden nach dem Anschlag standen die Helferinnen und Helfer Menschen zur Seite, die auf Informationen über Angehörige warteten, das Erlebte einzuordnen versuchten oder einfach ein offenes Ohr brauchten. Gerade in den ersten Stunden nach einem traumatischen Ereignis sind Orientierung, menschliche Nähe und verlässliche Ansprechpartner von besonderer Bedeutung. Doch die Unterstützung endete nicht mit dem Ende des Nachteinsatzes. Bereits am Sonntagnachmittag wurden gemeinsam mit anderen Organisationen weitere Betreuungsangebote angeboten. Unter anderem am Eingang des Tiergartens standen Einsatzkräfte der Krisenintervention als Ansprechpersonen für Betroffene, Angehörige und Zeugen bereit. Auch an den folgenden Tagen wurde dieses Angebot fortgeführt. Der Bedarf zeigte eindrucksvoll die Bedeutung psychosozialer Notfallversorgung: Allein am Sonntag, Montag und Dienstag führten nur die Einsatzkräfte der Krisenintervention der DLRG rund 100 Gespräche mit Menschen, die Unterstützung suchten. Dabei ging es um die Verarbeitung des Erlebten, um die Bewältigung von Unsicherheit und Ängsten, sowie häufig einfach darum, dass jemand zuhört.

Der Einsatz verdeutlicht, dass Hilfe weit über die Versorgung körperlicher Verletzungen hinausgeht. Krisenintervention bedeutet, Menschen in einer außergewöhnlichen Belastungssituation aufzufangen, Halt zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der DLRG Berlin leisteten damit einen wichtigen Beitrag im Zusammenspiel mit Feuerwehr, Notfallseelsorge und weiteren Organisationen. Ihr Einsatz war geprägt von Professionalität, Empathie und der Bereitschaft, auch in emotional besonders belastenden Situationen Verantwortung zu übernehmen.

 #ansprechbar war in diesen Tagen mehr als ein Schlagwort. Es war das Versprechen, für Menschen da zu sein, die nach dem Anschlag Unterstützung, Orientierung und menschliche Nähe benötigten.

 Mach mit und engagiere dich bürgerschaftlich für unsere Stadt beim Betreuungsdienst der DLRG! Hier findest du weitere Informationen und ein Kontaktformular: https://berlin.dlrg.de/kit

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